FLORIAN BACHMEIER – IN LIMBO

KUNSTHAUS WIESBADEN

»In Limbo« ist ein nicht abgeschlossenes Fotoprojekt, das sich mit der Ukraine, den Menschen in diesem Land und den gesellschaftlichen und historischen Entwicklungen und Konfliktlinien beschäftigt. Die Bilder, die im Rahmen dieser Ausstellung gezeigt werden, sind in einem Zeitraum von über neun Jahren entstanden. Die Fotografien beschreiben die Lebenswelten dieses Landes und seiner Menschen. Historische, soziale und gesellschaftliche Prozesse werden sichtbar, Entwicklungslinien setzen sich bis in die Gegenwart fort.

Porträts, Landschaften oder Alltagsszenen spiegeln die psychologischen und sozialen Auswirkungen von einem ständigen Wechselspiel zwischen Hoffnung und Enttäuschung, von politischen Konflikten und seit 2014 auch wieder ständigen militärischen Auseinandersetzungen wider. Es geht auch um die Frage von Identität oder multiplen Identitäten und vielfachen Umbrüchen, die tiefe Spuren hinterlassen haben. Der Titel bezeichnet ursprünglich den äußersten Höllenkreis, in welchem sich die Seelen befinden, die ohne eigenes Verschulden aus dem Paradies ausgeschlossen worden sind. Spätestens seit dem 24. Februar 2022 sind die Menschen in der Ukraine wieder in der Hölle angekommen.

Florian Bachmeier. Geboren 1974 in Tegernsee. Aufgewachsen in Schliersee. Studium der Fotografie in Pamplona und der Neuen und Neuesten Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Er arbeitet als freier Fotograf für verschiedene Kunden in Deutschland und Österreich und für nationale und internationale Medien. Seit 2011 ist er Mitglied bei N‑Ost Nachrichtennetzwerk für Osteuropa. 2021 erschien sein Bildband »In Limbo. Ukraine 2013–2021«. Im Moment arbeitet er an Langzeitprojekten und dokumentiert vor allem die Ereignisse in der Ukraine.

florianbachmeier.com
instagram.com/florianbachmeier

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