BORIS ELDAGSEN & TOMASZ LAZAR – BLACK MIRROR

KUNSTVEREIN BELLEVUE-SAAL

Was löst Angst aus? Boris Eldagsen und Tomasz Lazar analysieren seit 2017 Tech­niken der Angst. Dabei haben sie fest­gestellt, dass es umso leichter ist, die eige­nen Äng­ste auf eine bedrohliche Sit­u­a­tion zu pro­jizieren, je vager diese ist. Dieser psy­chol­o­gis­che Mech­a­nis­mus ähnelt dem »Schwarzen Spiegel«, ein­er reflek­tieren­den schwarzen Ober­fläche aus Obsid­i­an, Wass­er oder Öl, die von den alten Griechen, Hebräern, Persern und Mayas als Pro­jek­tions­fläche für Orakel und Prophezeiun­gen genutzt wurde. Die Wis­senschaft zeigt, dass, wenn wir lange genug auf eine pech­schwarze Ober­fläche star­ren, unser vom Sin­nesentzug ver­wirrtes Gehirn Bilder und Far­ben, Erin­nerun­gen und Emo­tio­nen auf diese leere Fläche pro­jiziert. Oder wie Niet­zsche es aus­drück­te: »Wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein.«

Mit »Black Mir­ror« schaf­fen Eldagsen & Lazar ein fotografis­ches Äquiv­a­lent zu dieser Tech­nik. Sie set­zen damit das Unter­be­wusst­sein des Betra­chters frei und lassen dessen Erin­nerun­gen und Äng­ste von der Leine. »Die älteste und stärk­ste Emo­tion der Men­schheit ist die Angst, und die älteste und stärk­ste Art der Angst ist die Angst vor dem Unbekan­nten.« H.P. Lovecraft

Boris Eldagsen. Geboren 1970. Studierte Bildende Kun­st an den Kun­stakademien von Mainz, Prag und Hyder­abad sowie Philoso­phie an den Uni­ver­sitäten Köln und Mainz. Seine Pho­to­me­dia-Arbeit­en wur­den inter­na­tion­al in Insti­tu­tio­nen und auf Fes­ti­vals wie Deich­torhallen Ham­burg, CCP Mel­bourne, ACP Syd­ney, Bun­deskun­sthalle Bonn, SIPF Sin­ga­pur, Chobi Mela Dha­ka und der Kochi-Muziris Bien­nale gezeigt. Seit 2004 unter­richtet er an inter­na­tionalen Kun­stakademien. Er ist Mit­glied der Deutschen Fotografis­chen Akademie und lebt in Berlin.

Tomasz Lazar. Geboren 1985 in Szczecin, Polen. Absol­vent der West­pom­mer­schen Tech­nis­chen Uni­ver­sität, Fakultät für Infor­matik und IT. Gewin­ner von Fotowet­tbe­wer­ben wie dem World Press Pho­to, POY, CHIPP, Sony World Pho­tog­ra­phy Award, BZWBK Press Pho­to, Grand Press Pho­to, Lumix Fes­ti­val für jun­gen Jour­nal­is­mus. Seine Arbeit­en wur­den in der New York Times, Newsweek Inter­na­tion­al, Sun­day Times Mag­a­zine, New York­er und Los Ange­les Times veröf­fentlicht. Lebt und arbeit­et in Warschau.

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