JULIA AUTZ – WHILE I WAS WAITING

FRAUEN MUSEUM WIESBADEN

Seit über 27 Jahren regiert Alexan­der Lukaschenko in Belarus. Es ist eine Gen­er­a­tion herangewach­sen, die ihre Heimat nicht ohne den autoritären Präsi­den­ten ken­nt. Was bedeutet es, unter diesen Umstän­den aufzuwach­sen? Durch die andauern­den Repres­sio­nen gibt es immer weniger Men­schen, die rebel­lieren und Wider­stand leis­ten. Pas­siv, desil­lu­sion­iert und rat­los müssen sie sich mit den Regeln des Regimes arrangieren.

Julia Autz hat diese Sit­u­a­tion in ihren Porträts fotografisch einge­fan­gen: »In mein­er Arbeit zeige ich junge Men­schen, die nach Indi­vid­u­al­ität streben, welche in Belarus nicht erwün­scht ist. Men­schen, die auf­grund ihrer poli­tis­chen Hal­tung, sex­uellen Ori­en­tierung oder auch ein­fach nur wegen ein­er anderen Denk- und Lebensweise diskri­m­iniert werden.«

Selb­stver­wirk­lichung, das zeigen diese Bilder, kann, wenn über­haupt, nur noch im Pri­vat­en stat­tfind­en. Zurück­ge­zo­gen in die eige­nen vier Wände, ver­suchen die Men­schen, die Frei­heit im Inneren zu kon­servieren. Die Bilder sind in der Zeit vor den Protesten ent­standen und zeigen ein hoff­nungsvolles Warten auf Veränderung.

Julia Autz. Geboren 1988. Lebt in Berlin. Nach ihrem Diplom in Kom­mu­nika­tions­de­sign an der Fach­hochschule Darm­stadt studierte sie Fotografie im Mas­ter of Arts an der Fach­hochschule Biele­feld. Für »While I Was Wait­ing« erhielt Sie den renom­mierten Vonovia Award.

juliaautz.com
instagram.com/julia.autz

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