MATTHEW ABBOTT – BLACK SUMMER

KUNSTHAUS

Von Juni 2019 bis zum März 2020 wüteten in Aus­tralien die schlimm­sten Buschfeuer, die das Land jemals erlebte. Noch während die Brände tobten, erhiel­ten sie ihren Namen: Black Sum­mer – so auch der Titel von Matthew Abbotts Serie. Der »schwarze« Som­mer hin­ter­ließ verkohlte Tiere mit schmerzverz­er­rter Mimik, Autos, die ausse­hen wie Kadav­er, verkohlte Wälder und grotesk deplatzierte Swimmingpools.

Der Fotograf Matthew Abbott hat all das aus näch­ster Nähe auf eine Art fotografiert, dass einem der Atem stockt. Die Hitze scheint auf der Haut spür­bar zu sein. Rauch und Qualm wirken schmerzhaft real. Seine Serie ist vom tiefen Mit­ge­fühl für die Opfer der Katas­tro­phe getra­gen, denn in den bis zu 100 Meter hohen Flam­men star­ben 34 Men­schen. Es ver­bran­nten schätzungsweise 186.000 Quadratk­ilo­me­ter Land, knapp 6000 Gebäude und nahezu drei Mil­liar­den Tiere, auch von Arten, die bere­its vorher vom Ausster­ben bedro­ht waren. Matthew Abbott: »Allmäh­lich wurde mir klar, dass ich Zeuge dessen war, was der Feuer­his­torik­er Stephen Pyne das Pyro­cen nen­nt: ein Zeital­ter, das den Plan­eten aus den Angeln zu heben droht.«

Matthew Abbott. Geboren 1984 in Syd­ney. Aus­tralis­ch­er Foto­jour­nal­ist. Er studierte Inter­na­tionalen Foto­jour­nal­is­mus an der Dan­ish School of Jour­nal­ism in Kopen­hagen und hat einen Mas­ter of Arts von der Uni­ver­sität Syd­ney. Abbott hat renom­mierteste Preise für Foto­jour­nal­is­mus gewon­nen: drei World Press Awards und vier Walk­leys. Er fotografiert und schreibt für die New York Times. Mit »Black Sum­mer« belegte er den zweit­en Platz in der Spot-Nachricht­enkat­e­gorie World Press Pho­to 2020. Er wird von Panos Pic­tures in Lon­don vertreten und ist Mit­glied des aus­tralis­chen Kollek­tivs Oculi.

matthewabbott.com.au
instagram.com/mattabbottphoto

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